Tarot: Kartenlegung zum heutigen Vollmond im Widder

Der Vollmond im Widder als Feuerzeichen bringt uns nach einer Zeit der Erholung, des Rückzuges und Reflektion in der gefassten Jungfrau die Impulse neuerwachter Kräfte und trägt besonders durch den Einfluss von Mars und Venus, die in Konjunktion treten, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zum Thema. Gegenwärtig befinden sich beide noch im Sternzeichen der Jungfrau und wollen die neugewonnenen Kräfte und Erkenntnisse mit Ruhe nach und nach in unser Leben integriert sehen. Dies macht sich daran deutlich, dass beide zum nächsten Neumond hin in die Waage wechseln werden, welche Harmonie und Ausgeglichenheit in unseren Beziehungen zum Ziel hat. Wir sind daher gefragt, die Entschlossenheit des Widders mit Hilfe der bedachtsamen Ruhe der Jungfrau so nutzen, dass wir uns klar darüber werden, wie wir eventuell bestehende Konflikte beilegen und unausgesprochenes, das uns belastet, gewinnbringend für beide Parteien zur Aussprache bringen können.

Da Mars in einem Spannungsaspekt zum Saturn steht, verdeutlicht dies die Wichtigkeit von Aussprache und das Suchen der ruhigen Kommunikation miteinander, da Altes, eventuell noch aus der Vergangenheit bestehendes endgültig beigelegt werden will. Chiron, der astrologische Heiler und wunde Punkt, verdeutlicht dabei die Wichtigkeit von Offenheit, wenn wir Heilung, Leichtigkeit und Harmonie finden wollen. Global gesehen sind diese Themen ebenfalls durch hohes Konfliktpotenzial von Relevanz, da nur in respektvoller und offener Kommunikation neues entstehen kann, was uns allen als Gemeinschaft zugute kommt. Hier steht Chiron vor allem für die Spuren alter Generationenkonflikte und tief sitzender Vorurteile gegenüber dem Fremden, die in diesen Zeiten für vieles unnötige Leiden, für viele Konflikte und für Disharmonie sorgen. Frustration spielt hierbei ebenfalls eine Rolle, können wir das Gefühl haben, nicht mit unseren Zielen voranzukommen und auf der Stelle zu stehen. Die noch bestehenden Einflüsse der Jungfrau in Venus und Mars wollen daher zur Findung von neuer innerer Ruhe und Geduld genutzt werden. Glücksplanet Jupiter wechselt am 10.10.17 in den Skorpion und fordert somit dazu auf, den Leidenschaften seines Herzens zu folgen und sie bestmöglich zu leben, um die Gefühle von Frustration und Stagnation zu überwinden. Für die Gesellschaft ist dies als Hinweis zu verstehen, sich bei der Suche und Findung des Glückes nicht ausschließlich auf andere zu verlassen, wie etwa Politiker, sondern selbst aktiv mit Leib und Seele dafür einzutreten. Wichtig ist hierbei, dass wir einen offenen und wachsamen Blick auf die Geschehnisse um uns herum haben, damit wir klar, entschlossen und gefasst agieren können. Dies gilt sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft.

Wichtig ist darüber hinaus, unter dem Widder nicht zu forsch in Auftreten und Handeln zu sein, sondern anderen mit Ruhe und Respekt zu begegnen. Andernfalls besteht die Gefahr, im Übereifer seine Ziele zu erreichen andere von sich zu stoßen und eventuell bestehende Spannungen allenfalls zu verschärfen. Donald Trump und Kim Jong Un sind dafür wieder einmal und nach wie vor treffende Beispiele. Daher will auch auf Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Leichtigkeit geachtet werden. Global gesehen will der Widdervollmond, dass wir unsere Herzen wieder mehr anderen gegenüber öffnen und unsere Träume wie auch Gefühle zeigen, da die Welt dringend der verspielten Leichtigkeit des inneren Kindes bedarf.

Geduld, Entschlossenheit und Leidenschaft bergen das Potenzial, durch Offenheit gegenüber sich selbst und anderen neue Perspektiven und kreative Impulse zu gewinnen, die unser Empfinden im Hinblick auf andere und auf bestimmte Dinge verändern können. Dieser Weg hin zu Entschlossenheit und neugewonnener Offenheit ist im Ausblick auf die dreifach besetzte Waage zum Ende des Monats hin besonders förderlich und von Bedeutung. Wollen wir also mehr Harmonie schaffen und Konflikte wie auch Probleme gewinnbringend klären, so ist momentan eine gute Zeit dazu, vergessen wir nur unter dem Widder nicht die Tugenden von Geduld, Zuhören und Verständnis.

Die zentrale Karte dieser Legung, die Krähe, in Kombination mit „Neun der Steine – Tradition“ verdeutlicht dabei, dass die Dinge ihre Zeit und ihren Raum brauchen und daher nicht aus Frustration heraus übereilt gehandelt werden soll. Vielmehr wollen Dinge, Situationen und Beziehungen differenziert und ruhig betrachtet werden (Jungfrau-Einfluss von Venus und Mars). Die Tradition ist dabei mit Chiron verbunden und will, dass schädliches beigelegt wird und wir auch unangenehme Situationen entschlossen unter der Feuerenergie des Widders betrachten und angehen.

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Heute, der sogenannte „Tag der Deutschen Einheit“. Damals, zwei Jahre vor meiner Geburt, so stelle ich mir vor, mag ein Gefühl neugewonnener Verbundenheit in Kombination mit einer gewissen Euphorie die Menschen bewegt haben, nachdem eine Mauer fiel. Heute, im Jahre 2017 aber, da ist von Einheit weder hier, noch anderswo auf unserer bewegten, aufgerüttelten und müden Welt nicht mehr viel zu sehen. Es sind Mauern in unseren Köpfen, tief in unseren Herzen entstanden. Meinungsverschiedenheiten werden zum Beil. Der freundliche Fremde, der sich mit dem Kind unterhält, ist gleich ein Pädophiler, ein Vergewaltiger. Der freundliche Fremde, der unseren Hund streicheln will, ist Hundehasser, Tiervergifter. Liebesbeziehungen sind zu oberflächlichen Abhängigkeitsverhältnissen verkommen ohne Tiefe, denn wir haben Angst uns wirklich zu öffnen, wirklich einzulassen. Freundschaften sind so instabil und dünnhäutig wie Regenschirme geworden, die brechen, sobald die Sonne in unserem Leben gerade mal nicht scheint, die verschwinden, weil der andere nicht von unserem Regen nass werden will und den Schirm lieber für sich mitnimmt.

Das Papier spricht von Dingen, die so nicht mehr Bedeutung haben. Wir sind stolz auf eine Flagge, stolz auf ihre Zugehörigkeit. Draußen aber, auf den Straßen, da meiden wir den Blick der Fremden, da sind wir immer misstrauischer und distanzierter. Das Mindestmaß an Kontakt in Form von Einkäufen, von Arztbesuchen und Arbeitswegen ist uns oft schon zu viel der Gemeinschaft. Auf dem Papier ist davon die Rede, großspurig, es ist davon die Rede in Schullehrstunden, Fernsehsendungen und sogar unter den Menschen. Doch den Kaffee teilen wir am Liebsten nur mit den uns wenigen Lieben. Unsere Liebe ist zur Exklusivität geworden und kalt oft unsere Blicke, so leer unser Lächeln, während wir bei der Arbeit sind und dabei mit den Menschen reden.

Es besteht keine Einheit unter jenen einer Nation. Es besteht keine Einheit als Menschheit, die dasselbe, rote Blut, die Fähigkeit zu Trauer, Freude und Liebe zur Gemeinsamkeit hat. Und wir sitzen heute da, schweigend, ausnahmsweise entschleunigt, nicht bei der Stange gehalten von Routine und Termin – mögen wir es zum Anlass nehmen, einmal in uns zu gehen…

Liebe ist Antwort dem Vielen

Wenn es draußen stürmt und regnet an Tagen, in denen sich die Sonne in Resignation übt, in denen die Welt schreibt von ihrer Traurigkeit, dann weint sie besonders still-betrübt im krächzenden Kugelhagel unserer menschlichen Kriege und Konflikte. Dann, wenn die Schritte ihrer Menschen noch immer mit eiserner Routine schreiten über die erschöpften Böden ihres Schoßes, dann weint sie still im heiseren Schlagabtausch von Worten ohne Wärme und Bedeutung.

Sie schreibt nicht mit Worten, mit Silben und nicht mit Lettern; sie schreibt nicht auf Papier, noch in Liedern oder Gedanken: Sie lässt sich treiben in ihren Gefühlen, treiben hinaus zwischen die endlos vielen Fragen von Menschen, zwischen hastig gesetzte Punkte und Ausrufezeichen in einem Meer aus grauen Hoffnungslosigkeiten und traumberaubter Tiefen. Und sie schreibt dort wie ein bisschen Sonne und ein bisschen wie der Mond, wie ihre Blumen und ihre Tiere, wie ein Gedicht ohne jegliche Worte. Sie liegt still da zwischen dem scheinbar Vielem und dem scheinbar unendlich großen Nichts. Wann hat wer seine Schirme niederlegt, wann wer ihren Bäumen, ihren Pflanzen gelauscht dort in jenem Regen, der tropfte aus ihrer mütterlichen Brust? Sie legt ihr unsichtbares Rufen, ihr Schreiben nieder als kleine Origamibriefchen – manchmal mit einem Sonnenstrahl, manchmal mit dem ersten Morgentau, manchmal mit dem ersten Zwitschern der Vögel, mit einer Umarmung im kalten Winter. Und dort, in jenen Briefchen, dort liegt ihr Name, ihre Wurzel und ihre ganze Lebenskraft.

So viele scheinbar schwierige und sinnlose Fragen stellt der Mensch in seinem Leben, sich und den anderen, niemals aber dem Herzen, niemals aber der Essenz seiner, niemals aber der Essenz dieser Welt. Und würden wir nur erkennen, so fühlten wir jenseits der bedrückenden Last unserer Fragen und der Bitterkeiten in diesen Zeiten um die Botschaft dieser Welt, bleibt sie immer gleich – seit jeher, seit ihrem Anbeginn. Erkannten wir nur Liebe und Mitgefühl als Antwort auf so vieles davon, wie anders wären unsere Leben, wie viel leichter, wie viel bunter unser Miteinander. Erkannten wir sie nur in den kleinen Origamis und in dem Schweigen des großen Regens, um wie viel mehr unsere Flügel reicher würden an Federn, um jenseits von Schmerz und Bitterkeit zu gehen.

Das Individuum, der Mensch als solches, er beklagt die Gesellschaft als solche und er beklagt das Scheitern seines Staates; und er wähnt die Möglichkeit nur stets im Außen, nicht aber in sich selbst. Dabei ist das Individuum ein Zahnrad in jenem großen Uhrwerk, welches abhängig ist von der Funktionalität eines jeden einzelnen Zahnrades. Dreht sich also eines nach dem anderen anders, so kommt der gewohnte Rhythmus mehr und mehr zum erliegen. Und du glaubst immer noch, die kleine Veränderung zähle nicht?

Der Mensch möge die Macht der Möglichkeit nicht mehr bei anderen, sondern bei sich selbst sehen. Und sieht er dann dabei die Anderen auf den Straßen, in der U-Bahn, so möge er nicht ein Stück System sehen, sondern eine atmende, sich entfaltende Möglichkeit selbst, die ihn inspiriert und dazu ermutigt zu sagen: „Ich bin sie ebenso, die Möglichkeiten der Welt.“

Ich wünsche den Menschen einmal mehr frei und wild zu sein, ungezähmt und nicht nur als Rad nach Diktat. Möge er die Möglichkeit in sich finden, sie atmen, verkörpern und Inspiration sein der Welt.

Lyrik: Kein Spiel

Und wenn deine
Hände sich

hungrigen Krallen gleich
verbohren, in die

Haut des Körpers
auf dir,

deine Zähne
in seinen Lippen –

ungeduldig,
mit halbem Herzen nur,

dann willst du
versinken in einen

Funken der Hitze,
draußen auf jenem
sinkenden Ozean

deiner unerfüllten
Kälte:

Und kein Hauch
der Liebe

liegt in der Luft,
die deine Angst zum
Namen trägt,

vor dem leeren Laken
und den freudlosen

Lichtern früh
am Morgen, nur

die Zigarette
auf deinen Lippen.

Von Stadt zu Stadt
und von Bett zu Bett getrieben

bist du geirrt und
hast du gesucht,

nach dem Rausch
der Wahrhaftigkeit, ohne

jede Sonne, ohne
jeden Glanz in deinen Augen –

einem Spiel gleich
kamst du aufreizend

wie eine Annonce für
den süßen Honig der Hingabe,

war auch nur die
Bitterkeit der Duft auf

deinem Schlüsselbein:

Denn du hast längst
die Welt vergessen.

Die Freiheit hast du
zu deinem Ziel gemacht,

doch die Kette der
luftleeren Nähe zu ihrer
Unmöglichkeit,

wie ein Abgrund
ohne Brücke und wie

ein Vogel ohne
jegliche Flügel:

Keine Hand darf
die deine für

längere Zeit verlassen,
kein Herz seine

Flügel noch frei schenken
den Himmeln unserer Welt –

Liebe soll dein
Haus sein auf der Sonne,

hast du auch gebaut
auf der Droge deiner
Ungeniertheit

und Gier ist ihr Name.

Du suchtest warme Liebe
und trugst den Ruin

auf deinen verbrannten Lippen,
verbraucht am Spiel

deiner Seele, auf
der Flucht vor deiner Einsamkeit –

und keine Wahrhaftigkeit
wird dich finden,

kein Feuer rein körperlicher
Hingabe dich retten

vor den kühlen
Zimmern deines Reiches.

Du musst frei werden
in deinem Herzen,

frei vom Diktat
deiner zwanghaften Angst,

beflügelt vom Glauben
und Vertrauen

das Wahrhaftigkeit
existiert jenseits deiner Zelle

und das kein Bett ohne
Feuer in deinen Augen,

ohne einen freien
Himmel in deinem Herzen

je wie Heimat zu sein
vermag, vereint im Kuss

mit dem Klang
eines anderen Herzens.

Keinerlei Karten
sollten deine Hände halten
und pokern,

die erwarten und
sich einen bestimmten

Gewinn erhoffen,

von ihren Taten
und ihrem Geben –

Liebe ist kein
Spiel der Erwartung

und des Gewinns,

denn Liebe ist
um ihrer Freiheit

und ihrer Entfaltung willen.

Liebe ist ein
Spiel allenfalls,

das dich antreibt
dich hinzugeben

in einem gnadenlosen
Tanz der Offenheit

vor deinem Partner,
mit seiner Seele

als schaute alle
Welt niemals zu –

sich einzulassen
auf das Öffnen seiner

wohlverborgendsten Kammern
bei einem Spiel,

das die Wahrheit
in Wahrhaftigkeit ganz

zum Auftrag
sich gemacht hat:

Denn jedes Stolpern
und jedes Fallen,

jede vermeintliche
Geschichte der Peinlichkeit

sollte in Verbundheit
euch erheitern, berauschen

seid ihr Liebende
und Freunde innigst

lachend zugleich.

Sie ist ein Spiel,
sich loszulösen vom

Gedanke der Angst
und des Zweifels,

sich zu erheben
über die Käfige von

Besitz und Erwartung,
über die Festung

von Starrheit und Ernst –

denn wie Kinder
frei und unbeschwert

sollst du, sollt ihr tanzen
und fliegen auf den Feldern

farbenfroher Lebendigkeit.

Tarot: Kartenlegung zum heutigen Neumond im Sternzeichen Löwe

Nachdem bereits die letzten Mond- und Planetenenergien sehr intensiv waren und so einiges in- und um uns durchgeschüttelt haben, verstärkt sich nun unter dem feurigen Löweneumond die Phase der Erweckung und der Umsetzung bisheriger Phasen sowie Erkenntnisse. Dieser feurige Neumond duldet durch die verstärkende Präsenz von Mars in Löwe (der am 27.07.17 durch eine Konjunktion zur Löwesonne für eine noch immensere Intensität der Löweenergie sorgt) keine faulen Ausreden und Kompromisse. Es beginnt eine Zeit der Energie, der Tatkraft und des entschlossenen Handelns. Dennoch ist durch die Intensität dieser verstärkt auftretenden Feuerenergie Vorsicht im Hinblick auf unser Denken, Fühlen, Auftreten und Handeln geboten, bietet diese Konstellation ebenso Potenzial für Macht- und Dominanzkämpfe als auch neuerliche Konflikte. Wundert euch also nicht, sollten gewisse globale Konflikte zusätzlich entgleiten. Die Venus im kommunikativen Sternzeichen Zwillinge tritt daher hierbei als für Ausgleich und Harmonie agierende Vermittlerin in dieser von Yang-Energie dominierten Periode in Erscheinung.

Die Energien im einzelnen:
„Fünf der Steine – Ausdauer“ repräsentiert mit der Krähe die gegenwärtige Energie. Fühlst du dich vielleicht seit längerem erschöpft und blockiert? Fühlst du dich unsicher, verwirrt oder verloren im Hinblick auf deinen Weg, deine Gefühle und deine Gedanken? „Fünf der Steine – Ausdauer“ weist mit der Krähe auf diesen Umstand im Anbetracht dieser sehr starken planetaren Energien hin und mahnt daher an, Körper, Herz und Geist die nötige Ruhe zu gönnen. Nutze diese Periode der Erschöpfung und Unsicherheit, um in dich zu gehen und neue Kräfte zu tanken. Diese Zeit mag uns Ausdauer und Geduld abverlangen, kann uns jedoch mit der Kraft der Krähe zu neuer Klarheit verhelfen, sofern wir gegen die gegenwärtigen Prozesse nicht ankämpfen und sie einfach geschehen lassen. Bedenke: Alles hat seine Zeit und braucht seine Wege, bis es sich neu entfalten darf.

„Sieben der Bögen – Klärung“ steht für eine Zeit der Einsichten und gewinnbringender Veränderungen, machen wir uns die feurige Löwekraft zu nutze. Gibt es Angelegenheiten, bei welchen du dir Klarheit wünschst? Gibt es Gespräche oder Entscheidungen, die du bisher gescheut hast, die dir jedoch auf deinem Weg weiterhelfen würden? So mahnt dich der Löwe an, die Kraft seines Brüllens mutig und entschlossen zu nutzen, um dir die Kraft zu erarbeiten, bisherige Hürden zu überwinden und deiner Wege zu gehen. „König der Bögen – Hase“ steht mit dem Hasen doppelt besetzt als Repräsentant der Marsenergien für Potenzial sowie das Überwinden unserer Ängste und ein mutiges Voranschreiten. Doch Vorsicht: Der auf dem Kopf stehende Hase warnt davor, nicht zu übermütig in Handeln und Auftreten zu werden, könnte beides andernfalls höchstens für Konflikte und Abschreckung sorgen. Es gilt, verständnisvoll und achtsam zu sein. Auf global-gesellschaftlicher Ebene repräsentieren diese Karten ein eifriges und entschlossenes Auftreten, das jedoch einer großen Konfliktgefahr unterliegt. Übereifer und Dominanzspiele zugunsten des Erreichens seiner gewünschten Ziele spielen hierbei eine große Rolle.

„König der Pfeile – Eisvogel“ steht repräsentativ für unsere Wahrnehmung. Er mahnt in dieser Zeit dazu an, sich nicht zu vorschnellen Urteilen verleiten zu lassen und mit der nötigen Ruhe auf die Geschehnisse zu schauen. Dies gilt nicht nur für die Belange unseres eigenen Lebens wie auch unseres direkten Umfeldes, sondern auch (und vor allem) für die spannungsgeladenen Geschehnisse auf der Welt. Der Eisvogel mahnt dazu an, im Feuer der mutigen und leidenschaftlichen Löwenenergie nicht Klarheit und Achtsamkeit im Hinblick auf Handeln und Denken zu verlieren. Die Karte „Gleichgewicht“ kombiniert mit dem Luchs als Repräsentantin der Venusenergie unterstreicht die Wichtigkeit von Besonnenheit und Klarheit in Handeln und Urteil, droht eine zu starke Yang-Energie andernfalls Konflikte und Dominanzkräfte zu schaffen. Sie weisen außerdem auf globaler Ebene daraufhin, von welch‘ großer Bedeutung es für unsere Zeit ist, Yin- und Yangenergie einmal mehr harmonisch durch sich nach außen in die Welt wirken zu lassen, herrscht momentan ein besonders starker Einfluss von Yang-Energie. Politische Hahnenkämpfe (siehe Trump oder Erdogan) sind ein Beispiel dieser überschäumenden Energie. Der Luchs ist hier der Jäger, der ohne Überblick und ohne Ruhe um jeden Preis nach seinen Zielen jagt.

„Ass der Steine – Das Fundament des Lebens“ steht mit dem Wolf für das Potenzial der Zukunft. Ass der Steine steht für die Umsetzung von Zielen und Visionen durch unsere Handlungen. Der Wolf, der dabei so oft einzig mit dem ausgestoßenen Einzelgänger assoziiert wird, steht dabei als Rudeltier für die Kraft und die Wirkung einer harmonischen Gemeinschaft. Können Konflikte und Hindernisse überwunden werden, so lassen sich besonders gemeinsam mit anderen neue Projekte und Visionen realisieren, kann ein jeder voneinander lernen.

„Der Vermummte“ steht mit der Eule repräsentativ für die Qualitäten des Löweneumondes selbst. Während der Vermummte uns einerseits dazu anmahnt, uns aus den Schatten unserer Ängste und Zweifel hinein in das feurige Licht der Sonne zu begeben und mutig voranzuschreiten, so warnt er uns andererseits als Symbol von Abgeschiedenheit, Ruhe und Reflektion vor dem Verlust von Bedachtsamkeit in Urteil, Fühlen, Denken und Handeln. Die auf dem Kopf stehende Eule als Sehende und Wahrheitsfindende unterstreicht diese Warnung. Es ist wichtig, die feurigen Energien von Löwe in Neumond und Mars entschlossen zu nutzen, ohne dabei die Ruhe und den Weitblick von Eule und Venus zu verlieren. Achtsamkeit in Kommunikation und Handeln kombiniert mit ruhiger Entschlossenheit und Mut sind in dieser Zeit der Schlüssel von Transformationen und Vorankommen.

Lyrik: Perspektiven

Sie schenkten dir
goldfarbene Schleifen
und bunt drapierte Hanteln,

denn dein Äußeres wäre
breit, zu sehr breit:
Und kein Bett und keine Arme
hätten mehr noch Platz

um deine Rippen.

Sie hielten dich bei
den Armen
und sprachen dir laut
den Sternenstaub in deinen
Augen ab,

bis es letztlich leise
wurde um dich:

Deine Verträumtheit
schwieg sich noch und nöcher
fort in die grollenden Worte,
hinein in den Griff
der donnernd bebenden Kehlen.

Sie nahmen dich
bei den Händen und
sponnen dich in grobe Seile
als seist du fehlbares Produkt,

als sei ein Datum der
Rücksendung erreicht
an jene Korrekteure,
die gewährleisten die Norm:

Dein unbeholfener Gang
sei ungemäß deinen Schuhen,
die sich mit Gewissheit brüsten
müssen;

deine Exzentrik nicht das
Maß, nachdem die Zeiger
der Welt schlagen und ticken.

Doch wer vermag zu verurteilen,
wer mag nehmen sich das Recht?;
wer deinen Geist, deine Seele fesseln
und dein Herz verkaufen an das Erwarten?

Vielleicht also, vielleicht ja
sind jene scheinbaren Polster,
die sich um deine Rippen windend,
um deine Hüftknochen schmiegend
hervorheben die Anker,

die des Nachts den Winter vertreiben
aus dem Bette
und des Tages weiche Decken sind
den müden Armen deiner Geliebten;

denn wo sollte nicht das Polster
sich heimisch fühlen und niederlassen,
wenn nicht am Tisch des
warmen, des einfühlenden Herzens?

Vielleicht also, vielleicht ja sogar
ist dein nach Innen und der Ferne
gereichte Blick das Fenster
jenseitiger Horizonte,
gar niegekannter Welten,

die sich hervortun
durch das Kinde in dir drinnen,
durch die Leichtigkeit deines Herzens
die beflügelt da sich und alles andere;

denn wie sonst sollte sich
das Trostlos gewordene in uns
füllen von neuem mit Leben,
wenn nicht durch die Sterne,
die sich schenken farbenfrohen Seelen?

Vielleicht also, vielleicht ja sogar mehr noch
ist der unbeholfene Tanz
deiner Schritte,
jedes Fallen deiner Füße
die warme Flamme der Freude,

scheut sie nicht
ihr eigenes Fallen, noch scheut
sie sich des Gelächters, der
unliebsamen Erfahrungen und Schnitte;

denn wie sonst sollte
die Seele Stärke finden im Regen,
der da fällt in unsern kurzen Leben,
wenn nicht durch jene,
die ihren eigenen Rhythmus schaffen
und tragen die Sonne selbst am Boden,
die finden mögen dort ein Lächeln?

Vielleicht sogar, ja ganz sicher gar
ist deine Exzentrik der Genius
von Seele und Geist,
der sich nicht scheut zu rufen
hinaus in uns’re Welt,

der sich nicht grämt
des Spottes und der Häme,
ist seine Mission
nackte Authentizität;

denn wie sonst sollten
wir erkennen die Nichtigkeit
der Schilde, die Nichtigkeit
der Maskeraden, wenn nicht
durch jene Verrücktheit
deines Geistes, deines Herzens
die wie ein Spuk fliegt um die Welt?

Eine Frage der Perspektive
vielleicht,
eine Antwort der Möglichkeit
so sicher:

Justieren wir nur Herz,
justieren wir nur Geist
und Seel‘

und richten neuends aus
unser aller Welten,-
unser aller Menschenblick.

Die Erkenntnis ist die lebenslange Disziplin; das stille Fließen ist die Meisterschaft. Die Disziplin ist der Meisterschaft lebenslanger Fluss; die Meisterschaft der Disziplin lebenslanger Neubeginn. Von beiden bleibt auch letztlich nur das Wort, das Boot an ihren Ufern, werden sie im Geiste und im Herzen durch Übereinkunft, was sie in der Seele immer waren.

Tarot: Qualitäten des Vollmondes am 09.07.17

Kartenlegung zum bevorstehenden Vollmond im Sternzeichen Steinbock am 09.07.17 – „Festigung, Entschlossenheit, Standhaftigkeit & Vorankommen“

Nach zuletzt sehr schönen, jedoch auch zugleich sehr intensiven Voll- und Neumondenergien, steht der nahende Steinbock-Vollmond ganz im Zeichen der Umsetzungskraft und Entschlossenheit im Hinblick auf Entscheidungen, Emotionen sowie unsere persönlichen Lebenswege. Als Erdzeichen bringt der Steinbock Stabilität in Denken, Fühlen und Handeln. Er fördert die Entschlossenheit und somit auch die Konkretisierung von Projekten. Nach sehr starken und gefühlvollen Krebsenergien bietet dies daher die Möglichkeit, Unruhe und Altlasten mit der nötigen Ruhe zugunsten der Umsetzung neu gefasster Entschlüsse hinter sich zu lassen.

„Zwei der Gefäße – Anziehung“ repräsentiert zusammen mit dem Kolibri die Kraft des Herzens und die gegenwärtigen Energien. Fühlst du dich noch immer gefangen und vereinnahmt von alten Wunden und von zugefügtem Schmerz? Die hier blockierte und nicht frei fließende Herzenergie des Kolibri warnt dich davor, dich in den leidvollen Erlebnissen der Vergangenheit zu verlieren. Auch mahnt er dich zusammen mit „Zwei der Gefäße – Anziehung“ dazu an, dich auf Grund solcher Erlebnisse nicht vor der Welt und deinen Mitmenschen zu verschließen. Erlaube deinen Gefühlen einmal mehr frei aus dir herauszufließen und so letztlich die Last, die auf deinen Schultern lag, durch Annahme und Akzeptanz zu befreien. Hierbei ist es besonders wichtig, dass du dich einmal mehr ehrlich selbst betrachten und gegenüber all‘ deinen „wunden Punkten“ öffnen kannst, kann nur so Heilung geschehen. Die erdende, ruhige und entschlossene Kraft des Steinbocks vermag dir hierfür die nötige Energie zu schenken. In einer gesellschaftlichen Zeit der Spaltung und des Konfliktes ist es von großer Bedeutung, dass wir den Zugang zu unserem Herzen nicht verschließen und uns sowohl uns selbst als auch anderen gegenüber nicht mehr öffnen können. „Die Welt ist derart überladen mit Konflikt und die Menschen sind derart gleichgültig und egoistisch, dass ich mein Herz lieber zu meinem Schutze vor der Welt verschließe.“ Diese immer häufiger gelebte Einstellung gegenüber dem Leben gilt es heilsam zu verwandeln und trotz aller Verlockung zu vermeiden, liegen im Mitgefühl, der Wärme und der Liebe des geöffneten Herzens ebenjene Gaben, die diese Welt zugunsten der Genesung bedarf.

Der Kolibri, sofern seine Energien frei fließen dürfen und unser Herz offen schlägt, steht zudem für neugefundene Leichtigkeit und Freude.

„Acht der Bögen – Herdfeuer“ steht für das, worauf es auf menschlich-gesellschaftlicher Ebene aufzubauen gilt und unterstreicht somit die Aussagen von „Zwei der Gefäße – Anziehung“ und dem Kolibri als Herzensbotschafter. Das Herdfeuer steht für die wärmende und heilende Kraft der Gemeinschaft, die sowohl Freude, Vitalität als auch Tatkraft schenkt. Es mahnt uns an, unser eigenes Verhalten im Hinblick auf uns und unser Umfeld zu hinterfragen. „Bin ich offen gegenüber meinen Mitmenschen, oder meide ich aus persönlichen Ängsten, aus einem persönlichen Groll heraus ihre Nähe?“ „Will ich mich weiter spalten lassen von den vorherrschenden Meinungskonflikten und politischen Spannungsfeldern; oder aber will ich ein Zeichen setzen und meinen Mitmenschen die Hände reichen?“ Das Herdfeuer ruft uns die Kraft einer offenen und aufgeschlossenen Hand in Erinnerung, liegt im Miteinander eine große transformative Kraft, an der ein jeder erstarken und Freude gewinnen kann. In Zeiten, in denen verschiedene politische Ansichten und Meinungen die Menschen immer öfter zu Konflikten und Gewalt treiben, ist es von großer Wichtigkeit, mit Ruhe und Entschlossenheit die Brücken der Möglichkeit statt eines weiteren Schwertes zu tragen. Die erdende und tatkräftige Steinbockenergie vermag uns daher zu helfen, die Gemeinschaft durch ein entschlossenes Auftreten zu führen und ihr ebenso zu neuer Ruhe zu verhelfen.

„Ritter der Pfeile – Falke“ steht für zu vermeidendes Verhalten und mögliche Blockaden auf unserem gegenwärtigem Weg. Als Meister der Lüfte mahnt er uns an, die vorausschauende und scharfsinnige Kraft seines Weitblickes zugunsten unserer Wege zu nutzen. „Wohin sollen deine Füße dich tragen?“ „Worin besteht mein gegenwärtiger Fokus?“ „Was kann schaden und will abgelegt werden, damit ich mehr Leichtigkeit erfahre?“ Diese Fragen unter anderem sind es, bei der dich die Kraft des Falkens zugunsten klar definierter und sicherer Antworten mit Hilfe des Steinbocks unterstützen soll. Der Steinbock als Erdzeichen verhilft uns dabei, trotz der luftigen Höhen nicht in Gedankenspielereien und Träumereien verloren zu gehen und zu sehr den Bezug zu dem zu verlieren, was hier und jetzt ist. Demnach sollten wir also bedachtsam in der Nutzung der Falkenkraft sein, gelingt es uns andernfalls nicht, die Einsicht und den Weitblick des Falkens zu nutzen, um zielgerichtet und entschlossen mit der Kraft des Steinbocks neue Wege zu beschreiten wie auch unseren Fokus neu zu auszurichten.

„Zwei der Steine – Herausforderung“ und der Schmetterling stehen für die möglichen Potenziale, die gegenwärtigen Herausforderungen durch Entschlossenheit, Ruhe und Mut zu meistern und dadurch neue Wege zu beschreiten, die so vorher noch nicht möglich gewesen waren. Die momentane Situation mag noch einiges an Kraft und Wille im Hinblick auf unser Verhalten und unsere Handlungen von uns verlangen. Dennoch zeigt sie auf, dass Potenzial durch die bestimmte, aber ruhig gestimmte Tatkraft des Steinbocks für unsere weiteren Wege gegeben ist. Dies gilt sowohl für unsere persönlichen Wege als auch für die Gesellschaft selbst. Erst in der Bestimmtheit und Ruhe einer harmonischen Gemeinschaft werden viele der momentan herrschenden globalen Herausforderungen und Konflikte lösbar sein. Folgende Fragen sollen daher an dich gestellt sein: „Nutze und vertraue ich auf meine ureigenen Kräfte, um neues zu erschaffen und gegebenes zu bewältigen?“ „Was kann ich durch mein eigenes Handeln und ein ruhiges, entschlossenes Auftreten zur harmonischen Lösungsfindung innerhalb meines Umfeldes und der Gesellschaft beitragen?“

Der Schmetterling als Bildnis des Potenziales und der Transformation fragt dich daher ebenso folgendes: „Welche bisher ungenutzen Potenziale bedürfen meiner Aufmerksamkeit und wollen aktiv umgesetzt werden?“ Worauf will aufgebaut und was endgültig zugunsten neuer Wege abgelegt werden?“

„Page der Gefäße – Otter“ repräsentiert gemeinsam mit dem Frosch die energetische Qualität des Steinbockvollmondes selbst. Er baut auf die zuletzt präsenten Energien des Neumondes im Krebs auf und vereint somit die Qualitäten von Heilung und Erdung. Die Annäherung an ein harmonischeres, liebevolleres Miteinander sowie die Neuausrichtung und Verarbeitung unserer Gefühle zugunsten der Heilung findet durch den Steinbock die Kraft für ihre konkrete Umsetzung. Alte Verletzung können und wollen abgelegt und der Fokus vollends auf das Neue ausgerichtet werden. Der Frosch steht für das Vollenden der begonnenen Heilung durch den Krebs. Lasse ab vom Alten und dich von den reinigenden Regen des Frosches heilen. Durch die Erde des Steinbockes findet dieser Regen in dieser Phase einen potenzialgefüllten Nährboden, der durch unseren Willen und unsere Entschlossenheit neue Blüten tragen kann, haben wir nur Vertrauen und Geduld. „Page der Gefäße – Otter“ verhilft uns dabei durch seine vom Steinbock zusätzlich genährten Weitsicht zu bewussten und bestimmten Handlungsweisen. Dies gilt einmal mehr sowohl für uns wie auch für die Gesellschaft selbst. Er verleiht den verträumten Energien der Krebsvisionen mit Hilfe der ruhigen Steinbockkraft eine Triebfeder zur Verwirklichung ebendieser und lädt uns zudem ein, auf die Botschaften des Universums zu lauschen in Form von Träumen, dem Tierreich sowie der Natur als seine empfangenden Kräfte selbst.

Lyrik: Der Mensch

Der Mensch,

so sanftmütig geschaffen
im Akt der Schöpferliebe;

so leidenschaftlich
dargebracht zwischen Seelen,
einander schmelzend hin zu einem.

Groß könnte er ebenso fließen
in seiner ozeanweiten Herzenskraft,

so voller Leidenschaft erheben
hoch jene Liebe, die einst schuf ihn,

einer freien und fühlenden Welt
unter Milliarden solcher Welten gleich.

Groß könnte er ineinander wurzeln
und durch Gest‘ wie Wort zugleich

neue Brücken bilden
voller Geschichte unseres Glanzes,

bräche er nicht aneinander
immer öfter, immer kälter

wellengleich wie Küstenfels.